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30 Gründe für Gewichtszunahme

30 Gründe für Gewichtszunahme

Günther Henzel

Unvollständige Auswahl der Ursachen für „Übergewicht und Dickleibigkeit“


Oft ist die Zunahme von Gewicht völlig normal und gesund! Unser Hormonspiegel sorgt dafür, dass die aufgenommene Nahrung je nach aktuellen Lebensbedingungen (z. B. Stress, wenig Sonnenlicht, Krankheit, Schwangerschaft etc.) bedarfsgerecht "eingelagert" oder ungenutzt via Darm "entsorgt" wird. Z.B. lassen sich Lebenskrisen nicht durch Ernährungsberatung abmildern - etwa mit der Allzweckwaffe gegen Übergewicht: Rohkost mit Magerjoghurtdressing, Schnittlauchpeitsche auf Sesamknäckebrot.

Wer hier fordert, von "Pralinen und Likör" zu lassen, bringt den seelisch Bedrängten noch mehr in Not (Suizidgefahr nimmt zu), denn besonders Schokolade und Alkohol verbessern die Stimmung ("Es ist ein Brauch von Alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör. Doch wer zufrieden und vergnügt, sieht zu, das er auch welchen kriegt"; W.B.)

 1. Antibabypille: Nicht mehr zutreffend (siehe Kommentar von Frau Dr. Gebhardt) "Die                      Stärke der Präparate ist in den letzten 20 Jahren deutlich gesunken und die Pille damit gut            verträglich geworden. Gewichtszunahme kommt nur noch selten vor"
 2. Kastration: führt zu Testosteronmangel (auch: Tiermast)
 3. Stress: Anstieg von Cortisol (Körper ist auf Flucht und Kampf vorbereitet - bildet
     „vorsorglich“ Reserven, da bei schweren Verletzungen der Nahrungserwerb für längere
     Zeit ausbleiben kann)
 4. Glutamat: steigert Fressverhalten bei Tiermast
 5. Klimakterium
 6. Pubertät bei Frauen
 7. Hopfen (Phytoöstrogene)
 8. Nach Geburt: hormonelle Spuren im Fettgewebe
 9. Cortison: Fettsucht, Bierbauch, „Mondgesicht“
10. Adenoviren (36): löst bei Tieren Fettleibigkeit aus (weitere 6 Erreger bekannt)
11. Schlafmangel: Zunahme an Stressoren (Twens mit dem kürzesten Schlaf haben 7-fach 
      höher Übergewicht; Menschen, die vier Stunden oder weniger pro Nacht schlafen, sind 
      rund 73 Prozent eher übergewichtig)
12. Ehe: Junge Ehemänner haben weniger Testosteron
13. Lichtmangel: Zirbeldrüse (dient unter anderem der Steuerung des Schlaf- /  
      Wachrhythmus - Melatonin) steht mit HPA-Achse in Verbindung (Hypothalamus -
      Hypophysen - Nebennierenrinden - Achse:
steuert u.a. Stoffwechselvorgänge!)
14. Leptinmangel: körpereigene Regulation des Appetits 
15. Grehlin: wird im Magen produziert, wenn dieser Nahrung benötigt. Der
      Grehlin-Hormonspiegel steigt vor dem Essen und sinkt danach wieder ab
16. Hoher Fernsehkonsum: Stressor, wg. rascher Bildfolgen / Bildschnitte;
      spannungsgeladene Filminhalte (Horror, Gemetzel etc.)
17. Lightprodukte: Führen zwangsläufig zu Mehrverzehr anderer (überflüssiger) Nahrung,
     da die Nahrung nicht liefert, was der Körper benötigt (z.B. ausreichend Fett)
18. Zuckerersatz (Assugrin etc.), da der Körper Insulin ausschüttet und den wenigen 
     Blutzucker ausschleust; dadurch setzen Hungergefühle ein
19. Ernährungsgebote / -verbote: führen (nachweislich) zu Essstörungen, da der natürliche
      (und jeweils individuelle) Appetit auf Fettes, Süßes, Salziges, Gebratenes etc. mit 
      „krankmachend“ stigmatisiert ist (dank DGE!)
20. Zeitgeist / Lifestile: jung, schlank, fit, schön, erfolgreich etc: führen zu Minderwertigkeitsgefühlen (bei nichtkonformer Disposition und Proportion) mit entsprechenden Hormoneffekten (vgl. Kummerspeck)
21. Kummerspeck: opioide Anteile der Nahrung „mildern“ den Trennungskummer
22. Zusammensetzung der Darmflora - hier gibt es von Mensch zu Mensch große
      Unterschiede; sie hat Einfluss auf die Anteile, die wir resorbieren (können); allein der                       wechselseitige Austausch der Darmflora von Ratten (eine war mager, die andere fett) führte zur       Umkehrung ihrer Gewichte (die Magere wurde fett und die Fette mager!) bei stets gleicher Diät
23. Genetische Disposition: z.B. als Anpassung an einen kargen Lebensraum / Klimagürtel
24. Diäten: JoJo-Effekt
25. Ernährungsermahnungen der Eltern an Kinder: Kinder geraten in Stress, weil sie
      mit ihrem Naschkram heimlich „sündigen“ (Schuldgefühle werden aufgebaut)
26. Individuelle Konstitution: Leptosom / Pykniker: Pykniker werden bei Stress „dick“ und 
      vice versa
27. Enzympolymorphismus: Schnelle / langsame Acetylierer (auch: Sensationssucher /-meider)
28. Jahreszeit: Winterspeck - wir nehmen im Winter leicht mal 2-3 Kilogramm zu (auch der                 Cholesterinspiegel steigt im Winter)
29. Stoffwechselstörungen mit genetischem Hintergrund  

30. Heliobakter pylori: Dickleibigkeit wird gegenwärtig auch mit dem Fehlen von H. pylori     diskutiert. Dieses Magenbakterium ist nicht nur ein "Krankheitserreger" (bewirkt u.a. Magengeschwüre), sondern ist eine kommensale (nützliche) Bakterie, die Einfluss auf den Ghrelinspiegel (vgl.15) hat: In Gegenwart der Bakterie geht der Ghrelinspiegel nach dem Essen zurück; wird H. pylori durch Antibiotika ausgemerzt, geht diese Regulation verloren (hierzu: Spektrum der Wissenschaft, Nov. 2012). In Amerika haben heute nur noch etwa 6% diese nützliche Mikrobe im Magen, weil US-Bürger 10- bis 20-mal Antibiotika bereits bis zum 18. Lebensjahr geschluckt haben.

31. Antibiotikabehandlungen (in den ersten Lebensjahren)können normale Signalmechanismen aus dem Mikrobiom (eine vielfältige Gemeinschaft von Mikroorganismen auf der Haut, Nasen- und Rachenraum, Genitalbereich und vor allem im Darm mit all ihren Genen) stören und möglicherweise zu einer Überproduktion von Fettzellen führen (hierzu: Spektrum der Wissenschaft, Nov. 2012).

Viele weitere Gründe, die mit metaphysisch-religiös gefärbten "Empfehlungen" zu "gesunder"     und "ungesunder" Ernährung zusammenhängen: Missachtung der individuellen Dispositionen. Jeder Mensch ist (isst) anders: Lebensmittelallergien /- unverträglichkeiten. Es gibt schon deshalb keine generalisierenden, letztgültigen Ernährungswahrheiten (z.B. Kampagne 5X am  Tag). 

Der Mensch braucht nicht zwingend (ständig) eine vollwertige (d.h. eine alles abdeckende) Mischkost. Er kann problemlos über „längere“ Zeiten mit sog. einseitiger Ernährung klarkommen. Wir sind Allesfresser und können uns daher auf das jeweils vorhandene Angebot an Nahrung (einseitig Fisch, Fleisch oder nur Gemüse etc.) schnell einstellen.
Nur in Zeiten des Mangels ist es sinnvoll, auf „jedes“ Vitamin zu achten und entsprechende Ernährungsempfehlungen (an Unkundige) zu geben.

Wer nur an Einzelkomponenten und deren Wirksamkeit forscht (z.B. Cholesterin, Fett, Vitamine etc.), übersieht, dass die Nahrungszufuhr und -aufnahme ein komplexes Geschehen mit synergistischen Effekten ist. 
Unsere Nahrung ist bei allen hier angedeuteten Auslösern niemals die Ursache für Dickleibigkeit, sondern nur ein Co-Faktor!



24.08.2009, 13:47 von Günther Henzel | 24890 Aufrufe
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