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- Wagyu-Zucht in Deutschland - Shoko erzählt über asiatische Küche

- Wagyu-Zucht in Deutschland - Shoko erzählt über asiatische Küche

Wagyu-Fleisch (Fleish von Rind, das von japanischen Rinderrassen abstammt) wird normalerweise nicht aus Japan, sondern aus Australien nach Deutschland importiert. Wegen der Rarität von gutem Fleisch und der Aufbewahrung der Zucht-Tradition möchten Japaner ihr Wagyu nicht einfach nach Ausland verkaufen.

Slow Food-Philosophie empfiehlt, dass man auf Fleisch aus Ausland verzichtet und Produkte aus Region nimmt. Allerdings darf man jetzt Wagyu-Fleisch in Deutschland genießen, weil es in Deutschland produziert wird.

Ein japanischer Freund lebt seit zwei Jahren in einem kleinen Ort unweit von Augsburg. Er züchtet Wagyu-Rinder und Rinder aus anderen Rinderrassen. Der Versuch des Wagyu-Züchtens begann etwa vor 6 Jahren. Er kaufte Embryos aus Australien und versuchte sie entwickeln zu lassen. Es gab einige misslungene Versuche, die kostspierig waren, weil ein Embryo etwa 2000 Euro kostet. Er hat aber die Zucht von Wagyu-Rindern nicht aufgegeben, weil seine deutsche Frau ihn unterstützt und fest daran glaubt, dass sie irgendwann erfolgreich werden. Seine Frau ist Tierärztin, und ihr Fachgebiet ist Kühe und andere Zuchttiere.

Der Freund sagt, „Normalerweies werden Rinder mit 2 Jahren geschlachtet, aber Wagyu-Rinder mit 2 Jahren und 6 Montaten“. Man muss Wagyu-Rinder um 6 Monaten länger wachsen lassen, wobei man mit mehr Aufwand rechnen muss. „Meine Rinder brauchen viele Liebe und Streicheleinheiten“, tatsächlich werden seine Rinder mit Namen gerufen und reichlich gestreichelt. „Es ist oft gesagt, dass Wagyu-Rinder mit Bier gefuttert werden, aber meine Rinder brauchen Bier nicht, weil sie kein Stress haben“. In Japan werden Wagyu-Rinder oft im Stall gehalten, wobei sie Stress bekommen. Um Rinder vom Stress zu befreien, gibt man Bier als Futter und lässt man klassische Musik laufen.

  

Sein Wagyu-Fleisch wird 4 Wochen gehangen, damit es einen schönen Reifgrad erreicht. Die Abnehmer vom Fleisch sind japanische Restaurants und Sterne-Restaurants. Wir haben bei einem Abnehmer ein Dinner genossen. Er ist Christian Grünwald und besitzt das Restaurant August in Augsburg.

 

Da Wagyu-Fleisch sehr zart ist, hat man vielfältige Zubereitungsmöglichkeiten; Roh als Sashimi und Carpaccio, leicht blanchiert als Salat, gebraten wie Gänseleber als Begleiter von Fisch, gegrillt mit Teriyaki-Sauce und gekocht als Eintopf …. usw.

Das Fleisch ist leider noch sehr teuer, aber ich hoffe, dass es viele Leute gibt, die die Qualität und den Geschmack vom Wagyu verstehen.

Wer mehr Information über Wagyu und Kobe-Beef erhalten möchte, kann einen meiner Artikeln im Koechenetz lesen. Suche nach Shoko oder Wagyu.

02.08.2010, 13:43 von Shoko | 22370 Aufrufe
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