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- Sterben am Neujahrsessen - Shoko erzählt über asiatische Küche

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Soba-Nudeln und Mochi

Nach Medienberichten sterben jedes Jahr einige Japaner am Neujahrsessen. Man kann es nicht glauben, aber es ist die Wahrheit.

Kein Zutat des Neujahrsessen erhält Giftstoffe, die bei z. B. Kugelfisch vorkommen. Eigentlich ist es ein harmloses Essen, aber warum sterben Leute daran?

Es gibt ein Lebensmittel namens „Mochi“, und er wird als Reiskuchen übersetzt. Mochi wird aus Klebreis* hergestellt, indem man den Reis wäscht, in Wasser einweicht, im Dampf gart und in einem etwa 60 cm breiten Mörser zu Blei stampft. Wenn er frisch ist, ist er sehr klebrig, aber meistens wird er in Form gegossen, getrocknet, geschnitten und verkauft. Um diesen Mochi zu verzehren, gart man ihn noch mal am Grill oder in heißem Wasser. Ein Typisches Neujahrsessen ist „Ozouni“. Man stellt je nach der Region eine Neujahrssuppe her und tut gegrillten oder blanchierten Mochi in die Suppe rein. Da der Mochi sehr klebrig ist, bleibt er bei manchen am Hals stecken. Besonderes sterben ältere Leute daran, weil sie beim Schlucken von Reiskuchen versagen.

Es gibt traditionelles Neujahrsessen in Japan, und ich stelle Euch einige Speisen vor.

Toshikoshisoba (eine Buchweizennudelsuppe zum Überbrücken ins neue Jahr)

Am Silvester isst man eine Nudelsuppe mit Buchweizennudeln. Es gibt einige Gründe.

  • Nudeln (auch andere Nudelsorten) sind lang, und es könnte auch ein langes Leben bedeuten.
  • Besonderes Buchweizennudeln lassen sich leicht schneiden oder kauen. Man hofft und glaubt, dass man auch Unglück, Krankheit, schlechte Taten und Schulden von sich (ab)schneiden kann, wenn man die Buchweizennudelsuppe gegessen hat.
  • Handwerker, die mit Gold oder Goldblatt arbeiteten, sammelten Goldstaub mit einem Teig aus Buchweizen und Wasser. Nach dem Sammeln bereitete man aus dem Teig ein Nudelgericht zu. Deshalb denkt man, dass man mit Buchweizennudeln Gold (Geld) sammeln kann.

 Osechi-Ryori (Neujahrsessen in Kisten)

Hausfrauen hatten früher ein hartes Leben und hatten kaum Freizeit. Sie durften aber 1~3 Tage in neuem Jahr Pause machen. Aber wenn die Hausfrauen Pause machten, kümmerte sich kein Mensch in der Familie ums Essen. Deshalb hatten sie bis Silvester mehrere Speisen zubereitet und in Kisten angerichtet.

Es gibt Kisten mit 3 Stufen oder 5 Stufen. Angerichtet werden z. B. gekochtes Gemüse, Fischpastete, süß gekochte Garnelen, Omelett, schwarze Bohnen, gerollter und gekochter Kombu-Seetang, süß gekochte Esskastanie....usw.

 

(Bild : Kisten aus Holz, Lack und Gold für 3 od. 5 Stufen, mit Hauswappen von Shoko´s Familie)

Aramaki-Sake (eingesalzener Lachs)

Japaner haben Lachs niemals roh verzehrt. Es gab ein Risiko, durch Parasiten zu erkranken. Ein natürlich rotfarbiger Lachs wurde mit Salz eingelegt und gegrillt.

Kazunoko (Rogen von Hering)

Während Europäer das Fleisch von Hering verzehren, essen Japaner nur dessen Rogen. Die Rogen werden eingesalzen und vermarktet. Beim Verzehren werden sie entsalzen und in einer Brühe eingelegt. Allerdings stößt diese Tradition auf Kritik, weil man nur die Rogen isst und den restlichen Fisch kaum vermarkten kann.

Otoso (ein süßer und würziger Reiswein)

Man legt Gewürze wie Sternanis und Nelke in Mirin, süßem Reiswein, ein. Der gewürzte Mirin wird als Medizin nur in einer geringen Menge getrunken.

* Klebreis : Klebreis ist eine Reissorte die viele Amyrohpektin enthält, während normale Reissorten wie Milchreis, Basmatireis, Duftreis und Reis für Sushi nur Amyrose enthalten. Nach dem Garen und dem Stampfen wird die Reismasse klebrig wie bei Kaugummi, deshalb wird der Reis Klebreis genannt.

31.12.2009, 22:42 von Shoko | 22784 Aufrufe
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