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- Milch in Asien - Shoko erzählt über asiatische Küche

- Milch in Asien - Shoko erzählt über asiatische Küche

                                                          Ein Essen von vor etwa 1400 Jahren. Oben v.l.n.r. Yamwurzel, Milch, frittiertes Weizenmehlgebäck, Käse. Unten v.l.n.r. Rettichsuppe, gekochte Abalone, gekochter Vollkornreis

- Milchprodukte in Asien? -

Asiaten trinken keine Milch und essen keinen Käse. Seid Ihr auch der Meinung?

Es kann man nicht richtig feststellen, wie lange die Menschen Milchprodukte haben, aber Vermutlicherweise wird Milch seit etwa 10,000 Jahren getrunken, und Käse wird seit 6,000 Jahren produziert.

Früher gab es keine Flaschen oder Papierpäckchen, um Flüssigkeit zu transportieren, deshalb nahm man getrockneten Magen von z. B. Schaf anstelle von jetziger Flasche. Nachdem man Milch in Schafsmagen eingefüllt und mit Kamel transportiert hatte, bekam man eine feste Masse, die gut schmeckte. Durch das leichte Schuttelen und ein Enzym namens Rennin wurde der erste Käse produziert.

Butter wurde so hergestellt, dass man Milch in eine Holzkasten gab und sie schnell schleuderte. Durch das Schleudern trennten sich Fett und Wasser.

Nach Japan kam die Milchkultur erst etwa 600 Jahre n. Chr. aus China. Die Milch wurde nur nach der Erhitzung getrunken (dieser Vorgang ist Pasteurisierung). Joghurt wurde so hergestellt, dass man Milch erhitzte, abkühlte und mit ein Wenig von der alten gesäuerten Milch vermischte. Käseähnliches Produkt wurde so hergestellt, dass man Milch unter Rühren erhitzte und daraus nur Fett herausnahm.

Der Geschmack von Milchprodukten in Asien ist von dem in Europa weit entfernt, aber die Asiaten haben seit mehr als 5000 Jahren die Milchkultur.

Aber man fragt sich, warum es nicht viele Milchprodukte in Asien gibt. Die Antwort ist einfach, es hat mit Buddhismus, Klima und Politik zu tun.

(Es gibt einige wandernde Völker, die Tierzucht treibt. Diese Völker sind auf die Ernährung von Milchprodukten und den Fleischkonsum angewiesen, deshalb sind sie eine Ausnahme.)

Meisten Asiaten glaubten Buddhismus. Tiere durften nicht verspeist werden, wodurch sich die Anzahl an Rindern und Schaf deutlich reduzierte. Kräftige Rinder wurden als Hilfsmittel beim Erdgraben und Transportieren von Waren benutzt.

Nur eine kleine Menge von Milch wurde für Eigenbedarf genommen, aber die heiße Temperatur und die hohe Luftfeuchtigkeit machten das Aufbewahren von Milchprodukten schwer.

Und in vielen asiatischen Ländern wurden Bauern dazu gezwungen, Reis und Gemüse anzubauen und einen Teil (oder meisten Teil) der Ernte als Steuergelder an den Staat einzuführen. Um nur Milch zu gewinnen, wollte kein Mensch Tiere bei sich behalten und futtern.

Seit einigen Jahrzehnten werden viele Milchkühe aus Amerika und Kanada nach Asien gebracht. Die beliebte Kuhrasse ist Holstein. Ursprünglich kam die Kuhrasse aus Schleswig-Holstein, aber sie wurde in Holland weitergezüchtet, dort berühmt geworden und auf die ganze Welt exportiert. (Wenn es damals Patent-System gegeben hätte und die Germanen für die Züchtung von Holstein-Kühen Patente bekommen hätten, wäre Deutschland noch reicher.)

Asiaten trinken bereits Milch und produzieren eigene Milchprodukte. Allerdings entwickelt sich die Käsekultur nicht schnell, weil der Geschmack von einigen Käsesorten noch nicht von Asiaten angenommen wird. Viele spezielle Käsesorten werden wegen der wenigen Nachfrage nicht in Asien hergestellt, sondern aus Europa importiert.

Die Europäer müssen im Käsebereich nicht vor Japanern und Chinesen fürchten, es sei denn, sie legen Wert nicht auf die Qualität und den Geschmack, sondern auf günstige Waren wie Analogkäse.

 

 

28.08.2009, 15:11 von Shoko | 25535 Aufrufe
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