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- Kaki zum Wegwerfen - Shoko erzählt über asiatische Küche

- Kaki zum Wegwerfen - Shoko erzählt über asiatische Küche

Kaki zum Wegwerfen

Ich lebe sehr lange in Deutschland, deshalb überrascht es mich nicht, dass einige deutsche Köche Seeteufel und Kabeljau als Sashimi oder Carpaccio anbieten oder Chinakohl und Sojabohnen ungegart in Salat untermischen. (Es gibt viele Gründen, warum Japaner nicht alle Fischsorten und Gemüsesorten roh verzehren.)

Neuig ist ein Thema „Kaki“ auf einem Blog eines Schweizers aufgetaucht. Er hat eine sehr dünne Nudelsorte genommen und damit eine Nudelspeise zubereitet und sie mit Kaki-Frucht versehrt. Es war sehr schön und appetitlich. Aber er meint, dass es ihm sehr gut gefällt, reife Kakis mit Löffel zu essen. Wir, Japaner, haben Eckel vor matschigen Kakis, weil wir süßes und festes Fruchtfleisch von Kaki bevorzugen.

Es ist ein großer Irrtum, dass bittere und pelzige Kakis, die viel Tannine enthalten, im Markt verkauft werden. Verbraucher, die bittere Kakis gekauft haben und sie essen wollten, würden meinen, „Uhhpps, ich hätte noch warten müssen, bis die Kakis weich und süß sind“. Sind Verbraucher schuld, weil sie bittere Kakis gekauft haben?

Wer von Euch schonmal gewagt, Kastanien von Straßenecken zu holen und sie zu essen? Eine dümme Japanerin (Shoko) hat schonmal Kastanien gesammelt, sorgfältig geschält, gekocht, probiert und weggeworfen. Es war äußerst bitter und nicht genießbar. Kastanien, die am Straßenrand wachsen, sind nicht essbar. Und essbare Kastanien werden meistens unter dem Namen „Maronen“ vermarktet.

Es betrifft auch Kaki. In Japan werden bittere Kakisorten nie zum Verzehr gepflückt und verkauft, es sei denn, man trocknet sie, damit sie süß werden (siehe Foto unten). Normale süße Kakisorten heißen „Kaki“ und bittere Kakisorten heißen „Shibugaki“. (Das Wort „Kaki“ stammt wie „Nashi“ aus dem Japanischen.)

 

Die Verbraucher werden betrogen, und Bauer der bitteren Kakis in Europa machen wegen mangelnder Ahnung von Verbrauchern einen dicken Umsatz.

Ich könnte auch Millionärin werden, wenn ich bittere Kakisorten, die in Japan nie vermarktet werden, nach Deutschland importiere und verkaufe. Japaner würden sich freuen, wenn sie ihren Müll nach Deutschland verkaufen könnten.

 

01.12.2010, 18:27 von Shoko | 24698 Aufrufe
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